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Toskanische Küchengeschichten
Geschrieben von Redaktion   
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Toskanische Küchengeschichten
Seite 2

Cucina ricca - cucina povera." Es gibt in der Toskana eine Küche der Reichen und eine Küche der Armen. Beide Richtungen sind traditionsgebunden und orientieren sich am jeweiligen Saisonangebot. Geschmackstreue ist oberstes Gebot. Schwere Soßen sind ebenso so verpönt wie Beilagen, die nur kulinarischen Trends folgen.

Das Essen der Contadini und das Essen der Padroneis

ImageAuch die toskanischen Gutsherren kochten zu allen Zeiten nur mit Wasser und verwendeten die gleichen Zutaten. Den Unterschied beschrieb Castracani: «Der Arme isst wann er kann, der Reiche wann er will». Selbst die Rezepte waren die gleichen. Auch unsere toskanische Tafel macht hier keinen Unterschied. Die Rezepte und Weinempfehlungen gibt uns Christina Wespi, unsere Wahlitalinierin und Moderatorin im LifestyleBiz Restaurant www.dolcechianti.com

Antipasto Bruschetta

 (ausgesprochen Brusc-etta)

Alle Zutaten für je vier Personen:Image

4 Scheiben ungesalzenes Weissbrot, getoastet, 4 grosse, reife Tomaten, 1 Knoblauchzehe, einige Blätter frischen Basilikum, Salz, Olivenöl

Die Tomaten in sehr kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Knoblauch und Basilikum grob hacken und beifügen. Einige EL Olivenöl darüber geben und salzen. Gut mischen und mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Danach grosszügig auf die Weissbrotscheiben verteilen und auf einem Teller servieren.

Dazu passt ein Weisswein wie z.b. der Ripa delle Mandorle bianco, Castello Vicchiomaggio, der zu 80% aus Trebbiano und zu 20% aus Chardonnay besteht. Auch ein Gewürztraminer aus dem Südtriol passt dazu.

Achtung! Tomaten sind sehr säurelastig und sollten daher immer mit einem eher weichen Weisswein kombiniert werden.


Primo piatto Spaghetti al pomodoro

400 g Spaghetti al grano duro z.b. von Barilla, 1 grosse Büchse Pelati
2 Knoblauchzehen, 1 grosse Zwiebel, 1 Bund BasilikumImage

Den Knoblauch und die Zwiebel sehr fein hacken und in einer grossen Pfanne bei schwacher Hitze in Olivenöl glasig braten. Basilikum grob hacken und beifügen. Die Pelati in die Pfanne geben und mit dem Kochlöffel zerdrücken. Salzen und Pfeffern und bei schwacher Hitze so lange köcheln lassen und immer wieder rühren, bis die Sauce sämig gekocht ist. Das kann bis zu 45 Minuten dauern. Eine wirklich gute italienische Pastasauce kocht sowieso. Stundenlang!Image

In einem grossen Topf gut gesalzenes Wasser zum kochen bringen. Die Spaghetti reingeben und nach Packungsangabe al dente kochen.

Achtung! Pasta kocht nach dem Abschütten noch weiter. Die Kochzeit auf den Packungen gelten für den Zeitraum, in der das Pastawasser mit der Pasta anfängt aufzukochen.

Abschütten und sofort auf Teller verteilen. Nach Belieben Sauce über die Pasta geben und mit frischem Basilikum anrichten. Nordländer mögen es übrigens eher „salsig“. Dafür kann man die Spaghettis direkt in den Saucentopf geben und sorgfältig unterheben. Servieren und genießen mit dem passenden Wein!
Ich empfehle einen jungen Chianti Classico. Der Chianti Classico von Villa Calcinaia passt wunderbar. Er besteht zu 85% aus Sangiovese, zu 10% aus Canaiolo und 5% Merlot.

 
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