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Zartbitter jung bleiben
Geschrieben von Inca Vogt   

ImageZartbitterschokolade hält jung. Das ist die gute Nachricht für alle Naschkatzen und -kater. Die weniger gute Nachricht: nicht jeder verträgt Schokolade und der Genuss wird durch mögliche Pölsterchen auf den Hüften geschmälert, die wiederum Lebensverkürzend sein können.

ImageAber lassen wir die eventuellen Nebenwirkungen erst einmal außen vor und sehen uns an, welche gesunden und jungerhaltenden Wirkungen etliche Lebensmittel haben. 

Naschen für ein längeres, gesundes Leben? 

 Die Wissenschaft sagt ja zur Zartbitterschokolade. Die Ernährungsmediziner der University of California in San Francisco befassten sich vor allem mit günstigen Effekten der Inhaltsstoffe der Pflanze Theobroma cacao, die zur Herstellung von dunkler Schokolade verwendet wird. Die Kakao-Pflanzenfarbstoffe (Flavonoide) können offenbar Herz und Gefäßsystem schützen, besitzen antioxidative Eigenschaften, verbessern den Blutfluss und aktivieren die Gefäßendothelfunktion.

Untersucht wurde dies mittels einer Doppelblindstudie an der 21 gesunde Freiwillige teilnahmen.

Ein Test, der den Probanden ganz sicher gut geschmeckt hat. Sie durften zwei Wochen täglich 46 Gramm dunkle Schokolade mit hohem bzw. mit geringem Flavonoidgehalt konsumierten. Mit Ultraschall wurde dann die Entspannungsfähigkeit der Armarterie nach fünf Minuten Kompression kontrolliert. Es zeigte sich eine deutlich verbesserte arterielle Entspannungsfähigkeit unter dem Einfluss flavonoidreicher Schokolade.

Gleichfalls geprüft wurde der Gehalt an Epicatechin, ein biologisch wichtiges Flavonoid, im Blut der Schokoladenesser. Das Ergebnis war eindeutig. Nur der Genuss flavonoidreicher dunkler Schokolade führte zu einem signifikanten Anstieg der Epicatechin-Konzentrationen im Blut.

Man vermutet, dass Epicatechin im Blut die Ausschüttung von gefäßerweiterndem Stickstoffmonoxid stimuliert. Einfach gesagt: der Blutfluss wird verbessert. Eine Herz und Kreislauf schützende Wirkung flavonoidreicher dunkler Schokolade wurde nachgewiesen.

Quelle: Engler MB et al., Flavonoid-rich dark chocolate improves endothelial unction and increases plasma epicatechin concentrations in healthy adults.

 

Alles, was der Haut "schmeckt"

ImageSchönheit kommt von Innen. Ein viel gehörter Spruch, dem wir hier die richtigen Nahrungsmittel zufügen möchten.

Wir sind, was wir essen. Ausgestrahlt vor allem durch unsere Haut, die unser größtes Organ mit einer Fläche von 1,5 bis 2 m ist.

Weit mehr als nur der Ausdruck von Schönheit und Gesundheit, grenzt sie Körper und Außenwelt voneinander ab. Sie schützt vor Stoss, Druck, vor Hitze und Kälte, vor Keimen, Chemikalien und UV-Strahlung. Sie speichert Nährstoffe und Feuchtigkeit, scheidet Schlackestoffe aus und vermittelt  Kälte, Wärme, Schmerz und Berührungen. Sie strahlt Sinnlichkeit aus und vermittelt uns Sinnesempfindungen.

Nicht zuletzt ist steichelzarte Haut wohl das schönste Signal, dass wir der Umwelt senden. Viele Gründe ihr alles zu geben, was sie braucht um gesund, jugendlich und in Balance zu bleiben.

Vitamine und Spurenelemente aus Gemüse und Obst können zu einem gesunden und langen Leben beitragen. Sie schützen vor vielen Krankheiten, sie halten fit und geben uns auf Dauer alles, was dieHaut straffer hält. Weit über die Jahre hinaus.

Doch wie sollte der Speiseplan für die Haut aussehen? Vereinfacht gesagt, sollte die ideale Anti Aging Ernährung fettarm, eiweiß-, ballaststoff- und abwechslungsreich sein. Ideal sind die fernöstliche und mediterrane Küche, da hier bereits die Zutaten stimmen.  

Typische Alterskrankheiten wie Parkinson'sche Krankheit oder Morbus Alzheimer können oft mit Vitamin E reichem Speiseplan in Schach gehalten werden. Weitere Zutaten für ein langes gesundes Leben sind Vitamin C, Provitamine wie Beta-Karotin oder Spurenelemente wie Selen. Diese sind bekannt für ihre zellerhaltende Wirkung.

ImageErnährungswissenschaftler empfehlen mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich. Ergänzt durch Magermilcherzeugnisse, Fisch und Geflügel sowie Vollkornprodukte. Auf Süßes sollte man verzichten.

Wie sich in diesem Speiseplan allerdings unsere Zartbitterschokolade ausnimmt, ist offen. Hier sollte wohl das leckere Augenmaß entscheiden. Genießen nicht schlemmen.

Alles, was der Haut schadet

Wer seine Haut jung erhalten will, sollte sie nicht unnötigem Stress wie UV-Strahlen aussetzen. Nur ausreichender Lichtschutz verhindert Schädigungen. Die einfache Formel: "schön braun = ganz schön alt", lange vor der Zeit!

ImageEin ebenso ernstzunehmender Hautfeind ist Nikotin. Raucher altern rascher! Sie bekommen schlicht früher Falten als Nichtraucher. Verantwortlich dafür ist vermutlich ein Enzym: Das so genannte Matrix-Metalloproteinase (MMP1). Es reduziert das Kollagen, das für die Elastizität der Haut mit verantwortlich ist, am gesamten Körper.

Neben der Haut schädigt der blaue Dunst auch die Sinneszellen. Er lässt das Gehirn schneller altern, beeinträchtigt Nieren und Harnwege und kann neusten Studien zufolge bei Männern sogar den Penis verkürzen. Durch Nikotin verengte Arterien führen zu Durchblutungsstörungen und können das Raucherbein verursachen. Die Sterblichkeitsrate für jede Krebsart ist bei Rauchern bis zu vier Mal höher als bei Nichtrauchern

Durstige Haut

  ImageWirkt die Haut schlaff, spröde oder sogar schuppig, trinkt man wahrscheinlich zu wenig. Fehlende Körperflüssigkeit vermindert sichtbar auch das Depotwasser in den Hautzellen. Unser größtes Organ ist dann nicht mehr in der Lage, seine Funktionen optimal zu erfüllen. Das einfachste Schönheitsrezept lautet daher: Viel trinken. Bevorzugt Mineralwasser. Empfohlen sind 1,5 - 2 Liter am Tag.

Ein Schönheitsrezept, auf dass auch unsere Stars und Sternchen alle schwören. Oder populär ausgedrückt: Wasser ist ein Jungbrunnen für die Haut. Gleichfalls empfehlen wir euch Glücksgefühle, ausreichenden Schlaf, Sport und verliebt euch mal wieder. Letzteres ist auch für die Haut ein Jungbrunnen.

 

 
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