| Es war einmal ... |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Kakao, ein Geschenk der Götter Quetzalcoatl" nannten die Tolteken den Gott des gefiederten Windes. Er brachte den Tolteken die Kakaobohnen. Die Azteken, die sich im 12. Jahrhundert den Tolteken unterwarfen, waren offenbar auch begeistert von den Früchten dieser Kakao-Kultur. Samenkerne der Kakaofrucht waren so kostbar, dass man sie sogar als Zahlungsmittel nutzte. Dass diese besondere Währung für uns europäer noch Jahrhunderte im Verborgenen blühte, lag schlicht daran, dass Kolumbus bei seiner Landung und seinen Erkundungen in Mittelamerika keinen Geschmack an der dunklen Schleckerei fand. Erst Hernando Cortez brauchte nach der Eroberung des Aztekenreiches den ersten Kakao nach Europa.
Die ursprünglich ungesüßten Kakaozubereitungen der Azteken entsprachen Von der Bohne zum Genussmittel Was unterscheidet die Schokolade, die wir zum Vernaschen gern haben, von dem ursprünglichen Kakao? Einfach gesagt, die Süsse, die Konsistenz, ein ganz besonderer Schmelz und ganz besondere Geheimrezepte der Schokoladenhersteller. Ein Grundrezept haben jedoch alle Schokoladensorten. Kakaomasse wird unter Zugabe von Milch, Zucker, zusätzlicher Kakaobutter oder Sahne vermischt - je nachdem, ob eine Zartbitter-Schokolade oder eine Vollmilch-Schokolade entstehen soll. Die genaue Einhaltung der Rezeptur und die sorgfältige Mischung bestimmen den Geschmacks-Charakter des Endproduktes. In der industriellen Fertigung sorgen elektronisch gesteuerte Dosiereinrichtungen für eine gleichbleibende Mischung, die auch als Gradmesser für Qualität gilt.
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... fangen die schönsten Märchen an. Märchenhaft beginnt auch die Geschichte der Schokolade. Sie erzählt von einem Gott des Windes und des Mondes, der den Toltiken mit Hilfe von Ameisen den Samen der Kakaopflanze geschickt hat. Dieser "Schlemmergott" soll den Toltiken auch die Zubereitung der Schokolade gezeigt haben.
ihrem aztekischen Namen "xocoatl", der sich aus xococ (= sauer, herb, würzig) und atl (= Wasser) zusammensetzt. Erst nach Zugabe von Honig oder Rohrzucker begann der Siegeszug der Kakaoerzeugnisse in alle Welt. Mit der Zeit wurde aus dem Nahrungsmittel erneut etwas Göttliches, dass Glücksgefühle & Schuldgefühle gleichermaßen schenkt.
Die entstandene knetfähige Masse stimmt geschmacklich bereits mit dem Endprodukt überein. Doch unsere Zunge und Geschmacksnerven "sehen" das differenzierter. Es fehlt noch die endgültige Feinheit. Um diese zu erreichen, wird die Masse zwischen mehreren Stahlwalzen hauchdünn zerrieben und wird zu den Conchen geleitet. Rühr- und Reibsysteme, die nach ihrer ursprünglichen Form benannt sind (la conche (frz.) = Muschel). Erst nach Tagen des ununterbrochenen Drehens, Wendens, Lüftens und Temperierens ist die Masse so glatt und gießfähig, daß daraus feinste Schokolade entstehen kann, wie wir sie genießen. Der Weg zu allen uns bekannten 1001 Köstlichkeiten aus Schokolade ist frei.