| Glückwünsche & Glücksbringer |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Hier geht es zu den Glücks-Souvenirs und Silvesterbräuchen aus der ganzen Welt ... Echte Magie oder nur Aberglaube? Was steckt dahinter, wenn wir zum Jahreswechsel Blei gießen und aus den Figuren die Zukunft lesen. Nur Spaß, eine schöne Tradition, ein Brauch? Sind wir nicht alle doch ein wenig abergläubig und harren gespannt der Zufallsfiguren? Tatsächlich dienen alle Bräuche seit ewigen Zeiten dem magischen Denken und Handeln der traditionellen Gesellschaften. Wir verabschieden das alte Jahr und begrüßen das Neue auch in heutiger Zeit nicht viel anders als die Menschen der Geschichte. Die Sonnenwende war immer etwas hoffnungsvolles. Hintergrund des ausgelassenen, manchmal ausschweifenden Feierns ist und war die Hoffnung auf Fruchtbarkeit und Wohlstand im neuen Jahr. Besonders in unseren Breiten gehört dazu das "Bleigießen" kurz nach Mitternacht. In einem eigens dafür vorgesehenen Löffel wird ein Stück Blei über einer Kerzenflamme erhitzt, geschmolzen und dann rasch in ein Gefäß mit kaltem Wasser geworfen. Aus dem Schatten - nicht aus der Figur selbst - der gegossenen Figuren glaubt man die Zukunft deuten zu können.
Aufgabe der Hufeisens ware es, als Talisman Haus und Hof zu schützen und Fremden den Eingang zu verwehren. Früher wurde er auch an Schiffsmasten genagelt - selbst Admiral Nelson sorgte dafür, dass die "Victory" nicht ohne diesen Glücksbringer in See stach. Schornsteinfeger oder Kaminkehrer gelten als Glücksbringer, weil sie immer als erste am Neujahrsmorgen durch die Straßen gingen und zum neuen Jahr gratulierten. Schade eigentlich, dass dieser Brauch nicht mehr gilt. Aber so ein bisschen Aberglaube bleibt. Zum Schornsteinfeger bin ich immer besonders nett, man weiß ja nie...? Neujahr in der ganzen Welt In Mitteleuropa weit verbreitet sind Speisen aus Schweinefleisch, wie Schweinskopf oder "Saurüssel", die Glück bringen sollen. Ein Brauch, der den Glücksschweinchen wohl weniger Glück bringt. Da sind mir die Ersatz-Marzipanschweinchen lieber. Lecker sind auch traditionelles Früchtebrot oder die sogenannten Neujahrsbrote, in die oft einzelne Münzen eingebacken werden. Geflügel hingegen sollte zu Neujahr in gar keinem Falle verzehrt werden, da das Glück sonst hinweg fliegt. Glück für die Hühner. Eine Ausnahme bilden die Rheinländer, die mit der Neujahrsgans ihrem Schicksal trotzen wollen. Keine Chance liebe Rheinländer. Schließt euch lieber dem Rest des Landes an:-) Oder macht es wie die Griechen. Sie backen Basiliusbrot, in welches sie einzelne Münzen einbacken. In Teilen Englands backt man dreieckige Törtchen, die mit Faschiertem (Hackfleisch) gefüllt und als Geschenke weitergegeben werden. Es ist Brauch, daß sich die Nachbarn am Neujahrstag besuchen und gemeinsam selbstgebackenen Kuchen mit Wein verzehren.
Die Schotten servieren sogenannten Schwarzen Laib (Black Bun). In gemütlicher Freundesrunde werden Haggis, gefüllte Schafsmägen, verspeist. Das Ganze wird mit reichlich Whisky heruntergespült. Wohl bekomm's. Und unsere Katerrezepte beachten, liebe Schotten. Bewohner Rußlands verzehren Borschtsch und Kutya. Ktya ist ein Porridge-ähnliches Gericht aus Weizen- und anderen Getreidekörnen, die für Hoffnung stehen. Der Teig wird mit Honig und Mohn, die Freude und Erfolg bescheren sollen, zubereitet. In Israel nascht man süße Äpfel in Honig als Neujahrsspeise und hofft, dass das neue Jahr ebenso süß sein möge.
Amerikaner besuchen Freunde, Verwandte und Nachbarn. Bei diesen nicht unbedingt immer verabreteten Besuchen wünscht man das Allerbeste für das neu begonnene Jahr und es wird reichlich gegessen und getrunken. Ich nehme an, man bereitet sich mit einem Großeinkauf im Supermarkt auf diese "spontanen" Besuche vor, um das Glück nicht auf die Probe zu stellen. Japaner backen eine Woche vor Neujahr bei einem gesellschaftlichen Beisammensein Reiskuchen. An Neujahr ißt man Soga, eine den italienischen Makkaroni ähnliche Art Teigwaren, die ein langes Leben bescheren sollen. In punkto Getränke sind wir uns allerdings recht ähnlich: Champagner oder Sekt ist das wichtigste Getränk rund um die Welt. Nur in Schottland stößt man lieber mit dem Hot Pint an, einem Punsch aus Starkbier, Whisky und Eiern. |
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Zum Jahresbeginn haben auch bei uns Sternendeuter und Glücksbringer Hochkonjunktur. Was hat es damit auf sich? Und wer glaubt an was? Wir haben uns umgesehen in allen Teilen der Erde und wünschen euch mit unseren Mitbringseln Glück, Reichtum, Gesundheit, Liebeserfüllung und eine satte Schüssel voller Erfolg im neuen Jahr.
Seit dem Wechsel zum Euro sind unsere Glückspfennige leider rar. Einst hieß es "wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert". Also schloß man vom Pfennig darauf, dass er im kommenden Jahr viele Taler bringen möge. Ob das auch mit Cent und Euro funktioniert?
Die Spanier essen zu jedem mitternächtlichen Glockenschlag eine Weintraube. Beim 12. Schlag muss die letzte Traube vernascht sein, wenn man kein Unglück im neuen Jahr heraufbeschwören möchte. Danach darf man sich erleichtert in die Arme fallen, was in jedem Fall glücklich macht.