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Auch Tierschutz ist Lifestyle
Geschrieben von Inca Vogt   
Beitragsinhalt
Auch Tierschutz ist Lifestyle
Atempause für die Elefanten?

Vor allem dann, wenn es um Tiere geht, die nur wegen irgendwelcher Luxusgüter getötet werden. Dazu gehören Pelze und insbesondere auch Elfenbein. Immer wieder tauchen Erzeugnisse aus Elfenbein auf. Niemand der die Augen öffnet, glaubt ernsthaft, dass diese aus alten "Lagerbeständen" hergestellt wurden. 

Die Wahrheit ist bitter und passt nicht so recht in unser schickes Hotel. Aber genau deshalb stelle ich es ganz vorne in unserer Reception auf. Zusammen mit Waisenbildern von kleinen Elefanten die übrig blieben als ihre Mütter für das "weiße Gold" erschossen wurden.

thumb27213Der kleine heißt "Galana" und ist einer von unzähligen Elefantenwaisen. Der illegale Handel mit Elfenbein, insbesondere in asiatischen Ländern blüht. Für das Elfenbein müssen Elefanten sterben und zurück bleiben oft verwaiste Jungtiere. Foto Copyright: David Sheldrick Wildlife Trust 

Vom 03.-15 Juni diesen Jahres verhandeln 171 Vertragsstaaten auf der 14. CITES-Konferenz in Den Haag über das Schicksal etlicher Tier- und Pflanzenarten. Aber nicht alle eingereichten Anträge tragen zum Schutz der vielen, vom Aussterben bedrohten Arten bei. Insbesondere der Antrag von Botswana und Namibia lässt Schlimmes befürchten.

Zur diesjährigen Konferenz wurden Anträge zur Lockerung der Beschränkungen für den Elfenbeinhandel eingereicht. So haben beispielsweise Botswana und Namibia für die Elefantenpopulationen in ihren Ländern sowie aus Südafrika und Simbabwe unter anderem eine Einrichtung einer jährlichen Exportquote für Roh-Elfenbein beantragt. Falls dieser Antrag genehmigt wird, könnte das Wilderei und Abschlachterei von Muttertieren Tür und Tor öffnen. thumb27214

Elefantenwaise "Madiba" braucht noch ein Babytuch und ständige Liebe und Hege. Auch er lebt in Kenia, im Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick, dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Foto Copyright: David Sheldrick Wildlife Trust

Bis heute konnten noch keine funktionierenden nationalen Kontrollmechanismen für einen geregelten Handel mit Elfenbein eingeführt werden. Außerdem hat sich die Situation der Afrikanischen Elefanten in den letzten Jahren besorgniserregend verschlechtert und der illegale Elfenbeinhandel hat wieder zugenommen. "Deshalb ist es wichtig, dass die strengen Verbote und Beschränkungen für den Handel mit Elfenbein bestehen bleiben", fordert Brigitte Peter, Geschäftsführerin der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA).

Die AGA unterstützt in Kenia das Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick, dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Denn auch wenn sich die Elefantenbestände im südlichen Afrika seit den 1980er Jahren durch intensive Schutzmaßnahmen zum Teil erholt haben, so ist es doch zu früh, Entwarnung zu geben. In anderen Teilen Afrikas und auch in Asien schwinden die Elefantenbestände. Zu der steten Bedrohung durch die Jagd nach Elfenbein kommt außerdem auch noch der Verlust ihres Lebensraumes durch menschliche Siedlungen, Landwirtschaft und Straßen hinzu.


 
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