| Auch Tierschutz ist Lifestyle |
| Geschrieben von Inca Vogt | ||||
Seite 1 von 2 Vor allem dann, wenn es um Tiere geht, die nur wegen irgendwelcher Luxusgüter getötet werden. Dazu gehören Pelze und insbesondere auch Elfenbein. Immer wieder tauchen Erzeugnisse aus Elfenbein auf. Niemand der die Augen öffnet, glaubt ernsthaft, dass diese aus alten "Lagerbeständen" hergestellt wurden. Die Wahrheit ist bitter und passt nicht so recht in unser schickes Hotel. Aber genau deshalb stelle ich es ganz vorne in unserer Reception auf. Zusammen mit Waisenbildern von kleinen Elefanten die übrig blieben als ihre Mütter für das "weiße Gold" erschossen wurden.
Vom 03.-15 Juni diesen Jahres verhandeln 171 Vertragsstaaten auf der
14. CITES-Konferenz in Den Haag über das Schicksal
etlicher Tier- und Pflanzenarten. Aber nicht alle eingereichten Anträge
tragen zum Schutz der vielen, vom Aussterben bedrohten Arten bei. Insbesondere der Antrag von Botswana und Namibia lässt Schlimmes befürchten.
Zur diesjährigen Konferenz wurden Anträge zur Lockerung der Beschränkungen für
den Elfenbeinhandel eingereicht. So haben beispielsweise Botswana und
Namibia für die Elefantenpopulationen in ihren Ländern sowie aus
Südafrika und Simbabwe unter anderem eine Einrichtung einer jährlichen
Exportquote für Roh-Elfenbein beantragt. Falls dieser Antrag genehmigt wird, könnte das Wilderei und Abschlachterei von Muttertieren Tür und Tor öffnen. Elefantenwaise "Madiba" braucht noch ein Babytuch und ständige Liebe und Hege. Auch er lebt in Kenia, im Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick, dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Foto Copyright: David Sheldrick Wildlife Trust Bis heute konnten noch keine funktionierenden nationalen Kontrollmechanismen für einen geregelten Handel mit Elfenbein eingeführt werden. Außerdem hat sich die Situation der Afrikanischen Elefanten in den letzten Jahren besorgniserregend verschlechtert und der illegale Elfenbeinhandel hat wieder zugenommen. "Deshalb ist es wichtig, dass die strengen Verbote und Beschränkungen für den Handel mit Elfenbein bestehen bleiben", fordert Brigitte Peter, Geschäftsführerin der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA).
Die
AGA unterstützt in Kenia das Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick,
dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine
Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Denn auch wenn sich die
Elefantenbestände im südlichen Afrika seit den 1980er Jahren durch
intensive Schutzmaßnahmen zum Teil erholt haben, so ist es doch zu
früh, Entwarnung zu geben. In anderen Teilen Afrikas und auch in Asien
schwinden die Elefantenbestände. Zu der steten Bedrohung durch die Jagd
nach Elfenbein kommt außerdem auch noch der Verlust ihres Lebensraumes
durch menschliche Siedlungen, Landwirtschaft und Straßen hinzu. |
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