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Frauen spielen mit
Geschrieben von Inca Vogt   

Bis vor wenigen Monaten konnten weder Statistik noch erfühlte Frauenmasse bezüglich elektronischer Spiele für Frauen punkten. Es hieß immer nur Männerdomäne. Falsche Spiele für Frauen. Zu wenig Fingerspitzengefühl bei den Entwicklern. Fazit: Frauen spielen anders. Aber wie?

Das war gestern. Inzwischen meldet sogar der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware: "Frauen haben heute ungezwungeneren Zugang zur Technik." Die Ursachen? Schauen wir mal ...

 


 

Videospiele sind inzwischen keine Männderdomäne mehr (Foto: de.wii.com)

Zumindest kann man fest stellen: Frauen entdecken Videospiele für sich. Dies belegt ein aktueller vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) http://www.biu-online.de veröffentlichter Bericht.

Dass diese Meldung ausgerechnet einen Tag vor dem 8, März in unserer Redaktion ankam, mag Zufalls sein. Immerhin ist morgen Weltfrauentag:-)

Aber die Zahlen sprechen auch für sich. Demnach waren im vergangenen Jahr in Deutschland bereits 31 Prozent der gesamten Spieler am Markt Frauen. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren 2005 (24 Prozent) und 2006 (28 Prozent) zeigt sich dabei eine kontinuierliche Wachstumstendenz. Besonders beliebt innerhalb der weiblichen Spielercommunity sind Handheld-Geräte. In diesem Bereich ist das Verhältnis von männlichen und weiblichen Spielern inzwischen bereits fast ausgeglichen. Laut der BIU-Untersuchung waren 2007 rund 49 Prozent der Handheld-Nutzer Frauen, 2005 waren es noch 34 Prozent.

"Der Anteil an weiblichen Computer- und Videospielern am Gesamtmarkt ist deutlich im Steigen begriffen", erklärt auch BIU-Sprecher Eric Jannot. Gründe für diese Entwicklung gäbe es gleich mehrere. "Zunächst einmal muss man feststellen, dass Videospiele mittlerweile großteils Teil des Alltags geworden sind", erläutert Jannot. Insofern sei der Umgang mit dem Themengebiet auch heute ein ganz anderer als noch vor wenigen Jahren. "Wir leben in einer Gesellschaft, wo die Beschäftigung mit solchen Medien zunehmend normal wird", ergänzt Jannot. Dementsprechend seien auch bei der weiblichen Bevölkerung die Hemmungen zu spielen in letzter Zeit stetig gesunken. "Der Zugang zur Technik ist heute auch bei Frauen eher ungezwungen", stellt der BIU-Sprecher fest. "Weibliche Spieler haben sich insbesondere am Handheld-Sektor fest etabliert"; so Jannot.

Im Bereich der stationären Konsolen bestehe in punkto Frauennutzung allerdings noch einiges an Aufholpotenzial. Rund 15,1 Mio. Frauen spielen auf diese Art ihre Videospiele, das entspricht einem Anteil am Gesamtmarkt von 24 Prozent. Besonders beliebt bei Frauen seien Casual Games. "Die Komplexitätsreduktion bei diesen Gelegenheitsspielen ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Aspekt", betont Jannot.

Wesentliche Faktoren hierbei seien für Frauen vor allem ein sofortiger Spielspaß, gute Zugänglichkeit und eine übersichtliche Spieldauer.

Brauchen wir ein Schloss, das süchtig werden verhindert? Oder sind wir Frauen am Ende doch rationeller als Männer. Zumindest in punkto Zeitmanagement? Egal, es wundert mich eh, dass man zunächst wohl wirklich fast nur simplere Actiongames entwickelte. Dass wir Frauen lieber Fantasie, und Strategiespiele spielen, bei denen aufgebaut und nicht zerstört wird, wusste diese Hälfte der Menschheit schon seit Beginn der elektronischen Game-Ära:-) Schön, dass wir jetzt auch als Zielgruppe existieren.

 

 

 
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