| Vollpensionär oder Vagabund? |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Reisetypen gibt es so viele, wie es Urlaubsziele gibt. Aber ein paar markante Typen begegnen einem in jedem noch so entlegenen Winkel der Welt. An der Schlucht in den Rocky Mountains stand plötzlich ein schwäbelndes Pärchen neben mir und beschwerte sich lautstark über das falsche Mietauto. Die Stimmung war dahin ... In einem griechischen Restaurant, in dem ich schon seit Tagen unerkannt unter Einheimischen meinen Feta gabelte, wurde ich von einer Vollpensionärgruppe heimgesucht. Der Reiseführer zählte zuerst laustark seine Schäfchen durch, um dann mittels Listen herumzustreiten, wer sein Schnitzel mit Kartoffeln und Salat oder das heimische Würstchen vorbestellt habe. Verschämt versteckte ich meinen deutschsprachigen Schmöker und machte mich ganz, ganz klein hinter der Sonnenbrille.
Urlaubstypologien
Vorsicht: Schubladenalarm. Unsere Urlaubstypen sind ziemlich pur. In Wahrheit gibt es weitaus mehr Mischungen. Vielleicht gehört der eine oder andere ehemalige "Vagabund" auch inzwischen zur Gruppe der Vollpensionäre. Egal - Hauptsache ihr genießt euren Urlaub in vollen Zügen. Oder besser doch nicht. Oder seid ihr mal mit dem Zug nach Athen gefahren:-)? Ich habe es nur einmal gemacht. Nie wieder.
Von allerm etwas und von allem das passende zusammenpuzzelt, ergibt für viele den idealen Urlaub. Man informiert sich bei Freunden und Bekannten und vor allem im Internet. Auf die Weise planen gut über 30 Prozent inzwischen ihren Urlaub und buchen ihn auch gleich online, mit steigender Tendenz. Diese Reisetypen planen mittelfristig und gehen zu zwei Drittel ins Ausland. Man nimmt auch gerne einen Kurtripp, eine Städtereise oder ein schickes Shoppingwochenende in einer Metropole mit. Beim Planen lässt sich der Baukastenreisende gerne bei der Buchung der Unterkunft oder dem Transport vom Reisebüro unterstützen, den anderen Teil der Reise organisiert er auf eigene Faust. So ähnlich sahen auch meine Traumurlaube aus. Das eine Mal entdeckte ich so einen Teil der griechischen Inseln, übernachtete in Gärten unterm Granatapfelbaum, unter einer Palme im Park oder an irgendeinem Strand. Das andere Mal ging es quer durch drei Westküstenstaaten von Kalifornien über Utah und die Rocky Mountains bis nach Denver in Colorado. Von da aus flog ich in eine andere Art von Wüste. Nach New York. Ihr könnt auch ganze Geschichten über das Reisen und die Reisetypen erzählen? Gerne, schreibt an unsere Redaktion oder meldet euch in unserem virtuellen Hotel an. Hier könnt ihr in allen Forenräumen über das Leben, Lieben, Reisen und Sein sprechen. „Check In & be part of it"
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Inland statt, der Fernreiseanteil ist mit sieben Prozent sehr gering. Die Planung ist eher kurzfristig, die Hälfte der Befragten hat mit der Organisation erst maximal ein Monat vor der Reise begonnen. Diese Gruppe benötigt nach eigenen Aussagen auch die wenigsten Reiseinformationen im Vorfeld. Wenn schnelle Infos benötigt werden, greift man in erster Linie auf das Internet zurück. Die Reiseintensität und -dauer ist wie bei den Pauschalreisenden durchschnittlich. Hauptzweck des Urlaubs ist Erholung bzw. ein Strand-/Badeaufenthalt. Die "Selbstorganisierer" nutzen gerne das eigene Auto und bevorzugen einfache Unterkünfte.
Diese freien Vögel trifft man bevorzugt schon am Flughafen und am Last Minute Schalter. Wohin die Reise geht? Das wissen Vagabunden auf Zeit oft erst am Flughafen. Auch der Rest der Reise ist eines der letzten ungeplanten Abenteuer. Man lässt sich treiben, bleibt überall wo es einem gefällt. Und zieht weiter, wenn es genug ist. Eine feste Buchung in einem Hotel? Wozu? Im Zweifelsfall leuchten da oben Millionen Sterne und ein malerischer Mond, der zum Greifen nah erscheint.