| Botox im Test |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Mimikfalten verschwinden. Die Zornesfalte ist binnen von 2 bis 3 Tagen einfach weggebügelt. Das Gesicht bleibt Monate jünger, frischer, faltenfreier. Danach muss wieder gespritzt werden. Mit einer stark verdünnten Nervengift-Substanz, die wir als Botox kennen. Bislang hieß es: Das Nervengift würde sich nicht verbreiten ... Botox. Doch schädlich? Drei Tage nach der Anwendung sei das Gift auch in anderen Körperregionen nachweisbar, heißt es etgegen früherer Meldungen jetzt.
Eine der giftigsten und gefährlichsten Substanzen, das Botox-Toxin, das
in der Schönheitschirurgie häufig verwendet wird, könnte somit mehr
unerwünschte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, als bisher
vermutet. Forscher haben nämlich nachgewiesen, dass Botulinum
Neurotoxin Type A, wie die Substanz wissenschaftlich heißt, nicht nur
an jenen Körperstellen bleibt, in die es injiziert wird, sondern sich
über das Gewebe ausbreiten kann, berichtet das Wissenschaftsmagazin New
Scientist in seiner Online-Ausgabe.
Nur drei Tagen nach der Botox-Injektion bei Ratten im Gesicht und
im Hirn konnte das Forscherteam um Matteo Caleo vom Istituto di
Neuroscienze in Pisa http://www.in.pi.cnr.it
feststellen, dass sich das Nervengift im Körper der Tiere verteilt
hatte. Bisher waren Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Gift,
das die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel hemmt und
damit die Kontraktion des Muskels abschwächt oder sogar ganz ausfallen
lässt, dort bleibt, wo es injiziert wurde. Für Caleo bedeutet diese
Entdeckung nicht unbedingt negative Schlagzeilen. Die Auswirkungen der Ergebnisse erfordern eine neue und noch genauere Untersuchung, meint Caleo. Wenn, wie in kosmetischen Einsätzen, die Substanz alle vier bis sechs Monate injiziert wird, könne es schon zu Problemen kommen. Caleo will sich allerdings auf Spekulationen nicht festlegen. "Das muss man sehr viel genauer untersuchen", meint der Forscher. Was allerdings von größtem Interesse wäre, sei die Frage wie niedrig die Dosis ausfallen müsste, um nicht mehr nachweisbar zu werden. In der kosmetischen Behandlung spielt das Nervengift bereits seit einigen Jahren eine große Rolle. Behandelt werden damit vor allem Falten. Besonders die so genannten "dynamischen Gesichtsfalten" - die durch die Aktivität der Gesichtsmuskeln entstehen - lassen sich durch Botulinumtoxin wirksam rückbilden.
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