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Seite 1 von 2 „Wo ist die Zeitung, ich will meinen Kaffee zusammen mit der Zeitung auf dem Tisch haben!“
„Eben lag sie noch nicht im Kasten“ versuchte sie sich zu rechtfertigen, obwohl sie nichts dafür konnte, wenn der Austräger bummelte. Hannelore stand in Kittelschürze und Frotteepuschen am Küchenschrank und belegte die Frühstücksbrote. Draußen klapperte es. Hannelore schlurfte zur Haustür und nahm die Zeitung aus dem Kasten und brachte sie ihrem Herbert. "Na endlich!" grummelte er und verschanzte sich wie jeden Morgen...
Hannelore setzte sich gegenüber, jederzeit darauf gefasst, dass Herbert sie mit einem Befehl wieder von ihrem Stuhl scheuchte. Es dauerte nicht lange, dann packte Herbert die Zeitung zusammen, legte sie zusammen mit der Brotdose in seine Aktentasche und ging ins Amt. Hannelore hatte den ganzen Tag für sich. Sie duschte, zog sich an und versorgte die Wohnung. Viel zu tun gab es nicht, da Herbert forderte, dass jedes Ding seinen festen Platz hatte. Aber sie trödelte ein wenig hier und ein wenig da, wischte nicht vorhandenen Staub und putzte noch die Löcher der Steckdosen mit Ohrenpads aus. Alles sollte glänzen und sauber sein. Dann schaltete sie den Fernseher ein und bügelte Herberts Oberhemden, während sie die Show verfolgte. Menschen erzählten von ihren Leiden und Dramen, sie wunderte sich nur, dass anderen solche Sachen passierten. Hier gab es höchstens ein Drama, wenn Herberts Schuhe nicht an der gewohnten Stelle standen. Ihr Leben verlief in ruhigen Bahnen. Tag für Tag.
Lediglich der Donnerstag bildete eine Ausnahme: da kam Herbert erst spät aus dem Amt, seit dort ein Servicetag für Bürger eingerichtet wurde. |
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„Wo ist die Zeitung, ich will meinen Kaffee zusammen mit der Zeitung auf dem Tisch
Ab und an tauchte eine Hand auf, die nach dem Schinkenbrot oder nach der Kaffeetasse tastete. Wehe, der Kaffee war alle oder das Brot nicht frisch!