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Rot, eine Temperamentfrage
Geschrieben von Inca Vogt   

  Wer Rot liebt, gehört zu den Powertypen. Aber das ist eine zweischneidige Sache. Denn allzuviel Power ist für viele ein "Rotes Tuch". Es schüchtert die Umwelt ein oder ist schlicht ein wenig zu viel des "Guten". Und dann gibt es noch die roten "Typen", die auch ganz ohne rote Signalfarbenkleidung eine ähnliche Wirkung erzielen. Oft unbewusst ...

Ich seh rot, wenn ich dich sehe

Das kann passieren, auch wenn kein Fitzelchen Rot am Körper ist. Rot ist auch die Bezeichnung für Typen, die in Meetings ohne großes Aufsetzen, das Sagen haben. Sie sind eine Art von "Natural born Leader". Sie sind die Rampensäue oder netter: die Lichtgestalten, die nicht immer wissentlich, andere in den Schatten stellen. 

Zu welcher Gruppe wir jeweils Gehören? Am besten mal nachfragen, wie wir auf andere wirken. Und hier wird es auch wieder etwas tiefenpsychologisch. Wer "rote Typen" als "rotes Tuch" sieht, gehört entweder zu den Schüchternen, denen soviel Signal schlicht unheimlich ist. Oder, er hat im ärgsten Fall reichlich Egoprobleme und wird eher grün vor Neid, als anzuerkennen, dass jeder Farbe etwas einzigartiges inne wohnt. Die Temperamentfarbe Grün steht zum Beispiel für Typen, die wundersam ausgewogen sind. Blau steht für die eher zurückhaltenden Tiefgängler, die im Verbund mit den "Roten" Großartiges auf die Beine stellen können.

Mich schockte, als ein Auftraggeber mich in die Rotschublade steckte. Mich nähme er nur aus einem Grund in wichtige Meetings mit: der Kunde folge mir fast blind, ganz gleich welchen Sinn oder Un-sinn ich sagte. Seine sachlich durchdachten Argumente wären weniger gefragt. Nie sei ihm jemand begegnet, der die Temperamentfarbe Rot deutlicher verkörpere. Bis dato kannte ich diese Einteilung nicht einmal und musste die krasse Fremdeinschätzung mit dem inneren Bild in Einklang bringen.

Selbst hätte ich mich nie als Rot eingestuft. Lieber sah ich mich als freudig, engagierte Kulissenschieberin, als hintergründige Drehbuchautorin. Musste ich allerdings in Meetings vorne stehen, fühlte ich mich dabei sauwohl. Natural born... ? Keine Ahnung. Mich drängt es bis heute nicht auf die Bühne.

Aber manchmal sehen einen die anderen eben in Rot. Und deshalb zeigt stellvertretend auch unser Hoteldach seit kurzem die Signalfarbe. Ich denke, das passt nicht nur ganz gut zur rothaarigen Hotelchefin:-) Rot ist auch ein passendes Signal für ein quicklebendiges Hotel, in dem alle Temperamente ein Zuhause haben.

So richtig zur Sache in punkto Farbenpsychologie geht es auch in unserer Schwester Redaktion auf http://www.incalife.de. Klickt rein und erfahrt etwas über unsere „Verräterische Farbenlehre"  

 
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