| Auch Tierschutz ist Lifestyle |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Vor allem dann, wenn es um Tiere geht, die nur wegen irgendwelcher Luxusgüter getötet werden. Dazu gehören Pelze und insbesondere auch Elfenbein. Immer wieder tauchen Erzeugnisse aus Elfenbein auf. Niemand der die Augen öffnet, glaubt ernsthaft, dass diese aus alten "Lagerbeständen" hergestellt wurden. Die Wahrheit ist bitter und passt nicht so recht in unser schickes Hotel. Aber genau deshalb stelle ich es ganz vorne in unserer Reception auf. Zusammen mit Waisenbildern von kleinen Elefanten die übrig blieben als ihre Mütter für das "weiße Gold" erschossen wurden.
Vom 03.-15 Juni 2007 verhandelten 171 Vertragsstaaten auf der 14. CITES-Konferenz in Den Haag über das Schicksal etlicher Tier- und Pflanzenarten. Aber nicht alle eingereichten Anträge tragen zum Schutz der vielen, vom Aussterben bedrohten Arten bei. Insbesondere der Antrag von Botswana und Namibia lässt Schlimmes befürchten.
Zur Konferenz wurden Anträge zur Lockerung der Beschränkungen für
den Elfenbeinhandel eingereicht. So haben beispielsweise Botswana und
Namibia für die Elefantenpopulationen in ihren Ländern sowie aus
Südafrika und Simbabwe unter anderem eine Einrichtung einer jährlichen
Exportquote für Roh-Elfenbein beantragt. Falls dieser Antrag genehmigt wird, könnte das Wilderei und Abschlachterei von Muttertieren Tür und Tor öffnen. Elefantenwaise "Madiba" braucht noch ein Babytuch und ständige Liebe und Hege. Auch er lebt in Kenia, im Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick, dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Foto Copyright: David Sheldrick Wildlife Trust Bis heute konnten noch keine funktionierenden nationalen Kontrollmechanismen für einen geregelten Handel mit Elfenbein eingeführt werden. Außerdem hat sich die Situation der Afrikanischen Elefanten in den letzten Jahren besorgniserregend verschlechtert und der illegale Elfenbeinhandel hat wieder zugenommen. "Deshalb ist es wichtig, dass die strengen Verbote und Beschränkungen für den Handel mit Elfenbein bestehen bleiben", fordert Brigitte Peter, Geschäftsführerin der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA). Die AGA unterstützt in Kenia das Elefantenwaisenhaus von Daphne Sheldrick, dass verwaiste Elefantenjunge aufzieht, um sie wieder in eine Elefantenherde zu integrieren und auszuwildern. Denn auch wenn sich die Elefantenbestände im südlichen Afrika seit den 1980er Jahren durch intensive Schutzmaßnahmen zum Teil erholt haben, so ist es doch zu früh, Entwarnung zu geben. In anderen Teilen Afrikas und auch in Asien schwinden die Elefantenbestände. Zu der steten Bedrohung durch die Jagd nach Elfenbein kommt außerdem auch noch der Verlust ihres Lebensraumes durch menschliche Siedlungen, Landwirtschaft und Straßen hinzu. Kleine Atempause für die Elefanten?
Aktuelle Nachlese nach dem Tagungstermin: Auf der 14. CITES-Konferenz (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora) vom 3. bis 15. Juni 2007 haben 171 Vertragsstaaten in Den Haag über das Schicksal etlicher Tier- und Pflanzenarten verhandelt. Nur wenige wirkliche Erfolge kann die 14. CITES-Konferenz vorweisen. Insbesondere beim Schutz der Elefanten konnte nur ein kleiner Etappensieg erzielt werden und das erhoffte Signal gegen den illegalen Handel mit Elfenbein blieb aus. Nach zähem Ringen wurde einem Einmal-Verkauf der zur Zeit vorhandenen Elfenbein-Bestände aus vier südafrikanischen Ländern zugestimmt, dann soll ein 9-jähriges Handelsverbot folgen. |
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