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X-Men. Der letzte Widerstand
Geschrieben von Thoma Marko   

Image„Film ab“. In unserem Kinoforum kommen Cineasten auf ihre Kosten. 24 Stunden lang, an sieben Tagen der Woche präsentieren wir die preisverdächtigsten und schrägsten Filme aller Zeiten. Derzeit ganz vorne: X-Men. 

Ich gebs zu - ich bin Comicfan. Jede Comicverfilmung der letzten Jahre habe ich sehnsüchtig erwartet und die Enttäuschung überwog, wohl deshalb, weil die meisten der alten Helden in meinem Kopf ganz anders waren oder einfach nur, weil die Filme seelenlose Massenware waren. Spawn, Hulk, die ersten Batman-Filme, Fantastic Four, Blade II und III, allesamt herbe Enttäuschungen. Wirklich hervorstechend waren Blade I, Punicher, The Crow, Spiderman... und X-Man. 

ImageDer erste Film schaffte es leider nicht, über die Charakterzeichnung hinaus echte Spannung zu erzeugen. Die Helden schienen mir zerissen, schwach und nicht die wirklichen X-Men - klar, im ersten Film mussten sie es noch werden.

Im zweiten Teil waren die Charaktere, allen voran Storm und Wolverine eingeführt und konnten frei agieren, ohne viel erklären zu müssen. Eine echte Steigerung, ganz abgesehen vom hervorragend besetzten Magneto. Ian McKellen kann eben alles.

Den dritten Teil habe ich gerade gesehen. Für mich alten Comic Fan eine Offenbarung. Endlich hat man das Mutantenuniversum, das Stan Lee ersonnen hat, so umgesetzt, wie ich es im Kopf habe. Es wimmelt in dem Film von Mutanten mit den phantsievollsten Fähigkeiten, unglaublich echt umgesetzt - einer der wenigen Filme, in dem mir Special-Effects gar nicht aufgefallen sind, obwohl es von denen nur so wimmelt.

Aber trotz des Feuerwerks, der bahnbrechenden Action im Film, ist er überhaupt nicht flach. Der ganze Film dreht sich um einen philosophischen Kern - "Anders sein ist nicht schlecht. Es ist gut, aber wenn du nicht anders sein willst, ist es auch ok".

ImageDie X-Men unter der bewährten Führung von Charles Xavier bekommen es mit der Evolution selbst zu tun. Ihre verstorbene Kollegin Jean Grey wird als Dark Phoenix wieder geboren und ist nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern auch für die anderen Mutanten und die menschliche Rasse. Als eine mögliche Heilung gefunden wird, mit der genetische Mutationen kontrolliert werden könnten, müssen sich die X-Men zur Schlacht rüsten - gegen die Bruderschaft von Magneto, der das Heilmittel zerstören will und bei der Gelegenheit auch gleich den Homo Sapiens.

Dieses Heilmittel stellt die Mutanten vor die Frage, ihre Mutation weiterhin anzunehmen, oder sich "heilen" zu lassen, um wieder in die Gesellschaft integriert werden zu können.

Sehr schön finde ich, dass der Film nicht verurteilt. Selbst als ein Mitglied der X-Men den Weg des Heilmittels wählt, wird das positiv vermittelt.

Also... X-Men - Der letzte Widerstand ist ein absoluter Kracher und sehr sehenswert!

 
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