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Kalorien vergessen
Geschrieben von Inca Vogt   

Alles Neue zum Thema Abnehmen ist hier willkommen. So auch die neueste Nachricht: Zusatzstoffe und Giftrückstände im Essen sind bislang unbeachtete Dickmacher. Das beschreibt das Buch des Nahrungskritikers Hans-Ulrich Grimm, der sich mit spektakulären Erkenntnissen der aktuellen Hirnforschung beschäftigt.

"Die Suppe lügt" 

Der Lübecker Neurowissenschaftler und Spezialist für die hormonelle Steuerung der Nahrungsaufnahme weist darauf hin, dass vor allem industrielle Aromen und Geschmacksverstärker wie etwa das umstrittene Glutamat, Abläufe manipulieren.

Autor Grimm erläutert in seinem Buch, dass diese "als Störer im Gehirn" und "unheimliche Dickmacher" agieren. Zudem seien seit neuestem auch Pestizidrückstände und Kunststoffe aus Verpackungen (sogenannte "Weichmacher") im Verdacht, im Körper wie Hormone zu wirken.

"Besonders bedenklich" sei, dass Kinder damit deutlich höher belastet sind als Erwachsene, so Thomas Göen von der Universität Erlangen, der im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) solche hormonellen Effekte von Kunststoffen in Nahrung und Umwelt untersucht.

Die neuen Erkenntnisse der Neurowissenschaften stellen, Grimm zufolge, viele der bisherigen Diät-Dogmen auf den Kopf. So etwa die simple Theorie, dass nur dick wird, wer mehr Kalorien isst als er verbraucht.

"Vergessen Sie die Kalorien", sagt der Leipziger Professor Wieland Kiess. Hans-Ulrich Grimm ist einer der führenden Nahrungskritiker Deutschlands.

Sein wichtigstes Werk, "Die Suppe lügt", ist in einer Auflage von mehr als 150.000 Exemplaren erschienen und gilt als Klassiker der Ernährungsaufklärung.

 

 
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