| Putztest zwischem Ihm und Ihr |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Was mich an putzenden Männern immer verblüfft, sind all die Vorsichtsmaßnahmen. Wie bei einem gut geplanten Verbrechen, schützen sie vorbildlich Hände und Kleidung vor jeglichen Spuren, bevor sie mit ausgewählten Mitteln Staub aufwirbeln, beseitigen, wischen, polieren. Wenn sie denn mal putzen. Aber wie gut sind sie wirklich? Wer putzt besser? Sie oder Er? Glaubt man allen Vorurteilen, putzen Männer nur sehr ungern - und wenn, dann verputzen sie höchstens Wände. Stimmt das wirklich (noch)? Und stellen sich Frauen wirklich besser an mit Wischmop und Feuchttuch? Barbara Schöneberger - selbst bekennende Putzfanatikerin - machte jetzt den großen "Swiffer-Wettbewerb der Geschlechter". Denn aus ihrer Sicht machen sich Männer beim Putzen viel zu häufig aus dem Staub: "Männer putzen halt so ein bisschen unstrukturiert, weil ihnen nicht klar ist, dass dieses schnöde irgendwo so Rumwischen bringt ja nichts. Also man muss schon, wenn man etwas wischt, muss man es mit System machen. Es ist natürlich so, dass man sich vorher überlegen muss, dass wenn ich alles rechts und links vom Tisch runterwische, dann hab ich es halt auf dem Boden liegen. Und Frauen wischen halt so, dass nichts daneben fällt, dann kehren sie sich die Krümelchen in die Hand." Sie merken schon, hier scheiden sich unsere Erfahrungen. Ich kenne Männer, die mich in punkto Putzkünsten so weit überflügeln, dass ich vermutlich im falschen Körper geboren bin. Deshalb blicken wir lieber den Profitestern zu. Zwei Teams traten zum ultimativen Putz-Test an: Ein mutiges Duo aus echten Kerlen gegen zwei fachkundige Redakteurinnen aus den Ressorts Haushalt & Service. Ausgestattet mit Staubmagnet, Staubfangtuch und dem Swiffer Bodenwischsystem musste ein Wettbewerb-Parcours aus Tischen, Pflanzen, Lamellenjalousien und Computertastaturen so schnell und so gründlich wie möglich entstaubt werden. Das verblüffende Ergebnis: Die Frauen waren nur um Haaresbreite schneller als die Männer. Die Wettbewerbsteilnehmer haben also gelernt: Mit der richtigen Ausrüstung wird das Putzen auch für das starke Geschlecht zum Kinderspiel: Zugegeben, jetzt wird es werblich. Aber bei Männern, das habe ich gelernt, ist tatsächlich zuerst das perfekte Werkzeug gefragt. Stimmt das, verschwinden auch die Schmutzecken. Man denke nur mal daran, wie perfekt so mancher Mann sein Auto wienert. Auch da geht der Punkt meist an Männer. Kommen wir zum "Swiffer-Wettbewerb der Geschlechter", der weniger direkt aufs Glatteis des Geschlechterkampfes führt. Und da gibt es begeisterte O-Töne: Der Staub wird ja förmlich aufgesaugt von dem Swiffer, also ganz hervorragend. - Eindeutig geht es viel schneller. Einmal drüber und weg ist der Staub. - Ich glaube schon, dass es mit dem Swiffer schneller geht, weil bei dem feuchten Tuch muss man ja immer wieder das Zeug raus waschen, und so richtig sauber ist es dann am Ende doch nicht. Was aber macht die Staubfangtücher zu wahren Stabmagneten? Die Tücher enthalten tausende weiche und flexible Mikrofasern. Diese erzeugen eine elektrostatische Ladung, ziehen den Staub weg und lassen ihn nicht mehr los. Kein Wunder, dass Swiffer die Bestnote der Stiftung Warentest in der Kategorie "Staubentferner" einheimste. Für Barbara Schöneberger ist mit der revolutionären Technologie das Ende des Staubzeitalters eingeläutet: "Das hat nichts mit Putzen zu tun. Das ist Technologie und deshalb auch so männeraffin. Und wer da immer noch mit Putzmitteln und Schwämmchen beigeht, der ist von gestern. Da muss man sagen: Du bist raus."
Gleichberechtigung in Sachen Putzen? Einverstanden;-) Sehr gerne, bitte zum Probeputzen in der Redaktion melden.
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