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Batman. Edle Helden sind out
Geschrieben von Inca Vogt   

Wie edel, hilfreich und gut waren doch die Helden der letzten Jahre. Doch so spielt weder das Leben noch das Publikum auf Dauer mit. Auch Helden sind mal böse, schräg oder schlecht drauf. Die Hollywoodbosse haben diese Lektion gelernt und die neuen Helden bekommen endlich auch dunkle Seiten, die uns viel besser unterhalten. 

Im neuen Batman-Film zeigt der Held seine dunkle Seite (Foto: thedarkknight.com)

Jahrelang erlebten wir im Kino eine recht klare Schwarz-Weiß Darstellung. Die Bösen waren böse, die Helden hatten gut und edel zu sein. Dass solche Helden ohne Ecken und Kanten auch recht langweilig daherkommen, haben Romanautore schon lange begriffen. Die besten Helden sind widersprüchlich, und zuweilen auch mal richtig schräg drauf. Diese Erkenntnis ist jetzt auch bis nach Hollywood vorgedrungen. Die Comicfilmmacher haben etwas gelernt.

Da heißt es offiziell: "Superman hat als Film nicht in der Art und Weise funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Das hat aber zum Teil sicher auch daran gelegen, dass wir den Helden-Charakter im Film nicht richtig positioniert haben", meint Robinov. Wie "The Dark Knight" eindrucksvoll bewiesen habe, seien Superhelden, die mit einem inneren Konflikt zu kämpfen haben und nicht mehr nur ausschließlich das Gute verkörpern, heute beim Publikum wesentlich gefragter. Die Erforschung der "dunklen Seite" der DC-Comics-Charaktere sei deshalb sicherlich ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von zukünftigen Produktionen. "Soweit es die Charaktere zulassen, werden wir versuchen, die Düsterheit der Superhelden weiter zu erforschen", kündigt Robinov an.

Dem Wall Street Journal zufolge wird Warner Brothers seine Pläne für kommende DC-Comics-Verfilmungen zwar erst im Laufe der nächsten Monate bekannt geben. Schon jetzt ist aber durchgesickert, dass sich das Hollywood-Studio in den nächsten drei Jahren auf vier derartige Produktionen konzentrieren will. Mit dabei sind angeblich ein weiterer Batman-Teil, ein neues Superman-Projekt und zwei Filme, die auf anderen noch nicht näher festgelegten DC-Comics-Charakteren beruhen sollen.

Angespornt von der überaus erfolgreichen Entwicklung des neuen Batman-Films "The Dark Knight", plant das verantwortliche Filmstudio Warner Brothers Pictures http://www.warnerbros.com eine Änderung seiner Marktstrategie.

Künftig sollen generell weniger Filme pro Jahr veröffentlicht werden. Einzige Ausnahme bilden solche Produktionen, die auf Inhalten aus der eigenen DC-Comics-Abteilung beruhen. Wie Jeff Robinov, Präsident der Warner Brothers Pictures Group gegenüber dem Wall Street Journal erklärt, will das Studio nicht weniger als acht solcher Comic-Verfilmungen bis Ende 2011 veröffentlichen. Hintergrund der Strategieänderung ist die Erkenntnis des Hollywood-Studios, dass Filmproduktionen wie Batman, die über einen weltweit bekannten Superhelden-Charakter verfügen, am globalen Kinomarkt weitaus besser abschneiden als andere Titel. So gilt laut Bericht die Verwertung des DC-Comics-Archivs für Warner mittlerweile als eines der wichtigsten finanziellen Standbeine des Studios.


"Unser längerfristiges Ziel ist es, mit den größer angelegten Filmproduktionen einen stärkeren Vorteil aus dem globalen Kinomarkt zu ziehen", erläutert Robinov. Filme von Warner Brothers hätten im vergangenen Jahr mehr als zwei Mrd. Dollar auf den internationalen Märkten eingespielt, das seien um 42 Prozent mehr als die erzielten Ergebnisse am US-amerikanischen Markt. Comic-Verfilmungen hätten sich mittlerweile zu "einem der stärksten Player am globalen Markt" entwickelt. Ein weiterer Vorteil sei auch, dass diese sich besonders gut für zusätzliche Vermarktungsangebote wie Merchandiseprodukte und Videospielumsetzungen eignen würden. "Filme aus unserer DC-Abteilung haben gegenüber anderen Produktionen den Vorteil, dass sie sich hervorragend dafür einsetzen lassen, auch andere Bereiche unseres Unternehmens wie die Games-Sparte zu unterstützen", stellt Robinov fest.

 

 
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