| Lesesüchtig, oder was? |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
|
Bücher sind wie Freunde. Die einen fesseln einen von der ersten Begegnung an, anderen nähert man sich zögernd aber dann gerne dauerhaft. Und es ist immer eine traurige Sache, wenn man scheinbar alle Kapitel gelebt und miterlebt hat. Die letzten Seiten eines Buches bedeuten Abschied. Aber manche erreichen sie nie... ... Lesemuffel lesen selten ein Buch zu Ende. Und für viele sind Bücher die bunten Dinger, die das Regal schmücken. Sofern dort nicht nur DVDs gestaffelt werden.
Bücherwürmer und Lesemuffel halten sich in Deutschland die Waage. Während 21 Prozent der Bürger in den vergangenen zwölf Monaten kein
In seiner Oktober-Ausgabe berichtet das Magazin über die Details der Umfrage. Dabei fällt auf, dass die 30- bis 39-Jährigen die eifrigsten Leser sind, gaben doch 57 Prozent von ihnen an, am Tag der Umfrage oder in den Tagen zuvor ein Buch gelesen zu haben. Mit dem Bemerkenswert ist auch, dass zwischen den Geschlechtern das Interesse an Büchern ganz unterschiedlich ist. Während 26 Prozent der Männer im vergangenen Jahr kein Buch gelesen haben, waren es bei den Frauen nur 16 Prozent. Interessant ist auch dieser Aspekt der Umfrage: 47 Prozent der Frauen, also fast jede Zweite, liest vor dem Einschlafen. Aber nur 33 Prozent der Männer machen dies. Auch bei der Wahl des Lesestoffs gibt es klare Unterschiede. Während 45 Prozent der Frauen (und nur 19 Prozent der Männer) zuletzt einen Roman gelesen haben, griffen 38 Prozent der Männer (und nur 16 Prozent der Frauen) bei der Lektüre lieber zu einem Sachbuch oder Ratgeber. Im Übrigen gibt es unabhängig vom Alter und Geschlecht in Deutschland eine klare Grenze bei der Auswahl des Lesestoffs: Im Osten werden eher die Ratgeber gelesen, im Westen sind eher die Romane bevorzugt. Nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg ist das Buch weiterhin der Klassiker unter den Lesemedien. Während sich die Verkäufe von Musik-CDs seit 1995 fast halbiert haben, büßten Bücher in der gleichen Zeit nur sechs Prozent Anteile im wachsenden Medienmarkt ein. Etwa 55 Prozent aller Deutschen kauften demnach seit 2003 regelmäßig Bücher, dabei gab jeder von Ihnen durchschnittlich rund 100 Euro pro Jahr für die Lektüre aus. Bleiben ein paar interessante, persönliche Fragen offen: Was macht ihr vor dem Einschlafen? Und mit welchen Büchern träumt es sich entspannt, mit welchen Büchern, lässt sich abschalten, und welche rauben uns den Schlaf. Ich lege vor: Thriller lassen mich am besten abschalten. Sie überraschen und halten meist die Spannung durch überraschende Wendungen. Damit lenken sie wunderbar von allem Alltagsärger ab. Entspannung pur - durch ein Höchstmaß an gut inszenierter geliehener Spannung. Manche Liebesromane nerven mich einfach nur, weil ich das Ende schon nach wenigen Seiten kenne. Ein Lesesnack, der höchstens für ein paar Sonnenstunden taugt. Zum Einschlafen und Abschalten taugen sie - bei mir - weniger. Und welcher Gattung gehören Sie an? Antworten und Diskussionen gibt es für Lesemuffel und Leseratten satt. In unseren Bibliotheksräumen im Forum. Bücher in Fülle, die gibt es in unserem hauseigenen: „Lifestylebiz Buchshop"
|
| Weiter > |
|---|

