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Städter leben umweltbewusster
Geschrieben von Redaktion   

Eigentlich sollte man meinen, es sei umgekehrt. Wer auf dem Lande lebt, lebt ja auch angeblich gesünder. Aber beim zweiten Hinsehen zeigt sich das krasse Gegenteil: Städte sind Bastionen des Umweltgedankens - trotz Beton. Und die Städter leben vorbildlich. Für die Landbevölkerung. Woran liegt es?

Ergebnisse des Wissenschaftszweigs Econophysic bestätigen. "Menschen, die auf engem Raum leben, führen ein umweltfreundliches Leben. Sie verbrauchen weniger Ressourcen pro Kopf und nehmen weniger Raum in Anspruch", erklärt der amerikanische Physiker und Direktor des Santa Fe Institute (SFI) in New Mexiko, Geoffrey West, gegenüber der Gruner+Jahr-Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN. Er ist Begründer der noch jungen Wissenschaft der Econophysic, einer Wortkombination aus "Ökonomie" und "Physik".

Ein Städter verbrauche im Schnitt nur halb so viel Strom wie jemand, der auf dem Land lebe. Hintergrund ist, dass sich Städte wie Elefanten verhalten. So funktionieren Metropolen weltweit nach dem biologischen Gesetz: je größer, desto weniger Energieverbrauch. Wie der Elefant sein Gewicht verdoppeln kann, ohne gleichzeitig seine Stoffwechselrate verdoppeln zu müssen, kann eine Stadt ihre Bevölkerungszahl verdoppeln, ohne entsprechend hohe Ressourcen zu verbrauchen. Ob Gesamtfläche der Straßen, Pro-Kopf-Verbrauch an Treibstoff oder Gesamtlänge der elektrischen Leitungen - die Werte steigen nicht automatisch, je größer die Stadt wächst.

 Eine weitere Erkenntnis der Econophysic bestätigt das Klischee des gehetzten Großstädters: In größeren Städten bewegen sich die Menschen
schneller.


 
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