| Notebook auf den Knien? |
| Geschrieben von Inca Vogt | |
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Die meisten Menschen sitzen nicht nur während der Arbeit vor dem Rechner, sondern auch zuhause. Allerdings achtet man dabei meist nicht darauf, dass man unter vernünftigen Bedingungen arbeitet, so Tobias Bleyer von der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin. Doch wie kann man die Balance zwischen Usability und Gesundheit gewährleisten? Die meisten Menschen sitzen nicht nur während der Arbeit vor dem Rechner, sondern auch zuhause. Allerdings achtet man dabei meist nicht darauf, dass man unter vernünftigen Bedingungen arbeitet, sagt Tobias Bleyer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: "Computer stehen meist auf dem Couchtisch oder in irgend einer kleinen Ecke oder das Notebook liegt einfach auf den Knien. Das reicht für das Arbeiten zwischendurch, möchte man aber länger arbeiten, sollte man natürlich in einer aufrechten Körperhaltung sitzen. Wir empfehlen daher, externe Mäuse oder Tastaturen zu nutzen und natürlich einen richtigen Monitor aufzustellen." Doch was ist ein "richtiger" Monitor? Diese Frage beantwortet Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus: "Heutzutage werden ja meistens Flachbildschirme verkauft und das ist eigentlich auch ganz gut so, weil die erstens flimmerfrei sind und zweitens auch weniger tief sind, das heißt, man hat viel mehr Platz auf dem Schreibtisch um an dem Computer und an dem Monitor zu arbeiten. Der Monitor sollte so aufgestellt sein, dass man frontal darauf guckt, und am allerbesten ist es, wenn man den Monitor auf den Schreibtisch stellt und so ein bisschen auf ihn herabschaut, das ist dann nämlich die entspannteste Kopfhaltung." Viele Käufer wissen nicht, dass Prüfzeichen wie GS und der blaue Engel auch für Computer und Bildschirme gelten, selbst für Computermöbel gibt es sie. Ein regelrechter Prüfzeichen-Dschungel also, in dem man schon einmal den Überblick verlieren kann, so Tobias Bleyer: "Es gibt zum Beispiel Prüfzeichen auf gesetzlicher Grundlage oder auch nicht gesetzliche Prüfzeichen. Eine kleine Recherche im Internet lohnt sich da auf jeden Fall. Und der einfachste Tipp: Beim nächsten Kauf zum Beispiel einfach mal hinhören, denn billige Netzteile, laute Lüfter und klapprige Tastaturen können für reichlich Lärm im Wohnzimmer sorgen." Immer beliebter werden kleine Laptops. Für Textverarbeitung eignen sie sich allerdings nicht so gut, denn auf den modernen Multimedia-Displays spiegelt sich das Licht. Wer seinen Computer hauptsächlich für Büroarbeiten braucht, sollte auch darauf achten, dass die Tasten hell sind, die Zeichen darauf dunkel und das Display entspiegelt. So vermeidet man den wechselnden Kontrast zwischen Monitor und Tastatur und man sieht nicht nur sein eigenes Spiegelbild oder das Wohnzimmer im Hintergrund. Bleibt die Frage, wie "gesund" ist das Balancieren des Notebook auf den Knien? Diese Frage habe ich für mich zugunsten des festen Tischs als Untergestell beantwortet. Nachdem mir das Heißwerden des Notebook uheimlich wurde. Nachdem mir beim ungeschickten Balancieren die viel zu labbrig montierte Scharnierfunktion brach. Alles das erlebt man wohl nur beim ersten Mal. Beim zweiten Notebookkauf werden die Kriterien andere. Ebensoi wie das Nutzen des Notebook. Deshalb mein Tipp, lieber doppelt fahren: Mit einem kleinen, billigen, aber robusten Notebook kann man durchaus auch mal auf dem Liegestuhl draußen arbeiten. Dann schmerzt es nicht so, wenn der Blütenstaub sich auf Tasen und Bildschirm ausbreitet. Hierfür hätte ich allerdings gerne eine paar Lösungen extra, die das Entstauben ohne große Demontagen möglich machen. Dass die sehr mobilen kleinen Notebooks darüberhinaus auch superentspiegelt und mit stabilsten Scharnieren versehen sein sollten, ist selbstverständlich. Das Notebook fürs Inhouse arbeiten darf mit großem Bildschirm und gerne etwas mehr Gewicht, zugunsten der Bequemlichkeit für Dauerbetrieb, versehen sein. Ausgerüstet mit tauglicher Kühlfunktion, die in beiden Fällen Musik oder Blätterrauschen nicht übertönt:-). Eine günstige Lösung, die für längere Lebensdauer sorgt, sind übrigens schmucke Cooler die auch im Sommer für eine kühlende Zusatzbrise eingeschaltet werden können. Auf dem Schoß taugen diese aber auch nichts, ein Tisch muss her. Ich schlage vor, dass sich hier die Möbeldesigner eine schicke ausklappbare Tischfunktion für ergonomisch taugliche Liege-Arbeitsstühle für den Outdoor-Arbeitsplatz überlegen.
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