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Was lernt Adam vom Kuckuck?
Geschrieben von Inca Vogt   

Unsere zwischen Emanzipation und Macho hin und her gerissenen Adammodelle haben perfekte Vorbilder in der Natur. Männchen, die sich ohne Federlass für den Nachwuchs stark machen und ihrer Geliebten Spielraum für neue Partnerspielchen lassen. Im Zeifelsfall sogar für einen potenten Nebenbuhler. Sein Name ist Kuckuck. Grillkuckuck...

Männchen sind im Tierreich oft die besseren Weibchen. Das berichtet P.M. Magazin. So legt sich das starke Geschlecht etwa bei vielen Fischen und Vögeln für seinen Nachwuchs mächtig ins Zeug. Das Stichlingsmännchen fächelt den Eiern Frischwasser zu und säubert das Nest von Pilzen. So viel Fürsorge macht sexy und lockt weitere Weibchen zur Eiablage an.


Der Thermometerhahn misst mit seinem Schnabel regelmäßig die Temperatur im Nest. Bei Laufvögeln wie Emus und Kiwis übernehmen die Männchen das Brüten allein. Nach der Geburt kümmern sich 70 Prozent der Vogelarten gemeinsam um den Nachwuchs. Bei Singvögeln hören die Jungen in erster Linie auf den Papa: Der nämlich trällert, während die Mama meist den Schnabel hält.

Zugegeben, das ist etwas, was wir menschlichen Weibchen uns auch zum Vorbild nehmen könnten. Zumindest hin und wieder:-)


Sogar alleinerziehende Väter sind im Tierreich zu finden: Der Grillkuckuck übernimmt zum Beispiel die komplette Aufzucht der Jungen, während das Weibchen sich anderweitig vergnügt und mit einem neuen Grillkuckuck eine Zweitfamilie gründet. Na, wie finden wir das?

Vorbildlich? Oder irgendwie flatterhaft?

 


 
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